Dienstag, 7. Juli 2015

Jules Saint-Cruz - LaLaurie: Dunkle Spiele

Titel: LaLaurie - Dunkle Spiele
Autor: Jules Saint-Cruz
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 236
Preis: 2,99 (E-book)  


Schreibstil:

Jules Saint-Cruz oder auch Alexa McNight hat einen sehr erfrischenden und leicht zu verstehenden Schreibstil. Man fliegt über die Seiten und kann sich dabei die Szenen, und besonders New Orleans, gut bildlich vorstellen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, hätte es aber auch an einem geschafft, wenn ich es zeitlich hätte einrichten können.

Meine Meinung:

Zuerst etwas zum Handlungsort. Ich liebe New Orleans. Seit die Spin-Off Serie von Vampire Diaries, The Originals, dort spielt habe ich mich quasi in die Stadt verknallt. Jules Saint-Cruz bringt die mystische Atmosphäre der Stadt wunderbar rüber. Sowohl die des French Quartiers als auch die der restlichen Bezirke. Durch ihre Beschreibung der Orte, kann der Leser gut in die Szenen eintauchen. Ich habe mich wirklich unglaublich darüber gefreut, dass der Roman in New Orleans spielt und auch reale Personen darin vorkommen, wie zum Beispiel Delphine LaLaurie.
Nun zu den beiden Hauptpersonen. Die weibliche Hauptperson ist Tara LaLaurie, eine Dozent für Literatur an der UNO. Man konnte sich sehr gut in sie hineinversetzen und ich fand sie auf Anhieb sehr sympathisch. Mir gefällt es, dass sie ihren eigenen Weg geht und beruflich das macht, was ihr gefällt, ohne sich von ihrer Familie hineinreden zu lassen. Diese Eigenschaft ist ein starker Charakterzug, der leider sehr vielen Menschen heutzutage fehlt. Tara hat eine ruhige Seite, was an ihrer Liebe zu Büchern deutlich wird, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen. Ich persönlich kann mich nicht entscheiden ob ihre sture oder ihre verträumte Seite mir besser gefällt, aber die Kombination ist wirklich fantastisch. Sie hat eine schwierige Kindheit hinter sich und hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Ihr Vater, der ihr die Schuld an dem Tod ihrer Mutter gibt und ihre Stiefmutter, die kaum etwas für Tara übrig hat, sind perfekte Beispiele dafür, wie Eltern nicht sein sollten. Tara ist als ein sogenanntes Schattenkind aufgewachsen. Seit der Geburt ihres Halbbruders Ben haben sich ihre Eltern wesentlich mehr um ihn gekümmert als um Tara selbst, sie wurde von ihnen zum schwarzen Schaf der Familie erklärt, während ihr Bruder in die Höhe gepriesen wurde. Ihr Bruder lebt auf den Kosten seiner Eltern und spielt ihnen ein perfektes Leben als vorbildlicher Jurastudent vor, obwohl er das genaue Gegenteil ist. Tara ist es hochangerechnet, dass sie trotz einer solchen Kindheit zu dem Menschen wurde, der sie heute ist. Julien Cavanaugh, der männliche Protagonist wird zu Beginn des Buches sehr mysteriös und geheimnisvoll dargestellt. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, da ich mir selbst Gedanken darüber machen konnte, wer er wirklich ist und was er beruflich macht. Als er am Anfang mit einer anderen Frau beschrieben wurde, habe ich das Schlimmste vermutet, was sich aber Gott sei Dank nicht bewahrheitete. Je mehr man über den männlichen Protagonisten erfahren hat, desto mehr mochte ich ihn. Seine Lebensgeschichte hat mir sehr zugesagt, denn auch er hatte es nicht leicht im Leben. Durch die ungerechte Verurteilung seines Vaters hat er sich dazu entschlossen Jura zu studieren und sich der Gerechtigkeit zu verpflichten. Er ist beruflich das genaue Gegenteil von Taras Vater, der als Richter alles andere als gerecht urteilt. Die Beziehung der beiden Figuren hat mir ebenfalls gefallen. Beide fühlen sich bereits zu Beginn zu dem jeweils anderen hingezogen und das nicht nur rein körperlich.  Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich an Taras Stelle so weit gegangen wäre, wenn ich nichts über ‚Jay‘ gewusst hätte.
Die erotischen Szenen im Buch kann man meiner Meinung nach in zwei Handlungen trennen. Zum einen die Beziehung zwischen Jay und Tara, und zum anderen die sexuellen Aktionen, die von ihnen beobachtet werden. Die sexuelle Beziehung zwischen Julien und Tara beginnt für mich während der Jagd im Bayou. Diese Szene spielt auf einer eher sinnlichen als körperlichen Ebene, da Julien sich um Taras Bedürfnisse kümmert, statt um seine eigenen. Allgemein lässt sich sagen, dass bei diese Beziehung von Anfang an mehr erwartet wurde als bloß Sex. Beide gingen sich gegenseitig unter die Haut und wollten den jeweils anderen besser kennenlernen, obwohl das nicht so einfach wie erwartet war. Die sonstigen sexuellen Handlungen innerhalb des Buches werden wesentlich offener und weniger zärtlich beschrieben. Bei diesen Handlungen standen Leidenschaft und Begehren in einem ganz anderen Kontext, als bei der Beziehung der Hauptpersonen. Jegliche Sexszenen werden detailliert, aber auch sehr feurig und leidenschaftlich dargestellt.

Fazit:

 Mir hat sowohl die Liebesgeschichte innerhalb des Buches gefallen als auch der kriminelle Touch dahinter.  Die Liebesszenen waren sowohl heiß als auch hemmungslos. Ebenso wie die beiden Protagonisten. Besonders Tara habe ich ins Herz geschlossen. Ein toller Start einer sehr vielversprechenden Reihe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Zitat:



„Glaub nie wieder, dass ich nicht weiß, was ich will… Oder besser: wen ich will.“ – Julien Cavanaugh



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