Autor: Jules Saint-Cruz
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 236
Preis: 2,99 (E-book)
Schreibstil:
Jules Saint-Cruz oder auch Alexa McNight hat einen sehr
erfrischenden und leicht zu verstehenden Schreibstil. Man fliegt über die
Seiten und kann sich dabei die Szenen, und besonders New Orleans, gut bildlich
vorstellen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, hätte es aber
auch an einem geschafft, wenn ich es zeitlich hätte einrichten können.
Meine Meinung:
Zuerst etwas zum Handlungsort. Ich liebe New Orleans. Seit
die Spin-Off Serie von Vampire Diaries, The Originals, dort spielt habe ich
mich quasi in die Stadt verknallt. Jules Saint-Cruz bringt die mystische
Atmosphäre der Stadt wunderbar rüber. Sowohl die des French Quartiers als auch
die der restlichen Bezirke. Durch ihre Beschreibung der Orte, kann der Leser
gut in die Szenen eintauchen. Ich habe mich wirklich unglaublich darüber
gefreut, dass der Roman in New Orleans spielt und auch reale Personen darin
vorkommen, wie zum Beispiel Delphine LaLaurie.
Nun zu den beiden Hauptpersonen. Die weibliche Hauptperson
ist Tara LaLaurie, eine Dozent für Literatur an der UNO. Man konnte sich sehr
gut in sie hineinversetzen und ich fand sie auf Anhieb sehr sympathisch. Mir
gefällt es, dass sie ihren eigenen Weg geht und beruflich das macht, was ihr gefällt,
ohne sich von ihrer Familie hineinreden zu lassen. Diese Eigenschaft ist ein
starker Charakterzug, der leider sehr vielen Menschen heutzutage fehlt. Tara hat
eine ruhige Seite, was an ihrer Liebe zu Büchern deutlich wird, ist aber auch
nicht auf den Mund gefallen. Ich persönlich kann mich nicht entscheiden ob ihre
sture oder ihre verträumte Seite mir besser gefällt, aber die Kombination ist
wirklich fantastisch. Sie hat eine schwierige Kindheit hinter sich und hat kein
gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Ihr Vater, der ihr die Schuld an dem Tod
ihrer Mutter gibt und ihre Stiefmutter, die kaum etwas für Tara übrig hat, sind
perfekte Beispiele dafür, wie Eltern nicht sein sollten. Tara ist als ein
sogenanntes Schattenkind aufgewachsen. Seit der Geburt ihres Halbbruders Ben
haben sich ihre Eltern wesentlich mehr um ihn gekümmert als um Tara selbst, sie
wurde von ihnen zum schwarzen Schaf der Familie erklärt, während ihr Bruder in
die Höhe gepriesen wurde. Ihr Bruder lebt auf den Kosten seiner Eltern und
spielt ihnen ein perfektes Leben als vorbildlicher Jurastudent vor, obwohl er
das genaue Gegenteil ist. Tara ist es hochangerechnet, dass sie trotz einer
solchen Kindheit zu dem Menschen wurde, der sie heute ist. Julien Cavanaugh,
der männliche Protagonist wird zu Beginn des Buches sehr mysteriös und
geheimnisvoll dargestellt. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, da ich
mir selbst Gedanken darüber machen konnte, wer er wirklich ist und was er
beruflich macht. Als er am Anfang mit einer anderen Frau beschrieben wurde,
habe ich das Schlimmste vermutet, was sich aber Gott sei Dank nicht bewahrheitete.
Je mehr man über den männlichen Protagonisten erfahren hat, desto mehr mochte
ich ihn. Seine Lebensgeschichte hat mir sehr zugesagt, denn auch er hatte es nicht
leicht im Leben. Durch die ungerechte Verurteilung seines Vaters hat er sich
dazu entschlossen Jura zu studieren und sich der Gerechtigkeit zu verpflichten.
Er ist beruflich das genaue Gegenteil von Taras Vater, der als Richter alles
andere als gerecht urteilt. Die Beziehung der beiden Figuren hat mir ebenfalls
gefallen. Beide fühlen sich bereits zu Beginn zu dem jeweils anderen hingezogen
und das nicht nur rein körperlich. Auch
wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich an Taras Stelle so weit gegangen wäre,
wenn ich nichts über ‚Jay‘ gewusst hätte.
Die erotischen Szenen im Buch kann man meiner Meinung nach
in zwei Handlungen trennen. Zum einen die Beziehung zwischen Jay und Tara, und
zum anderen die sexuellen Aktionen, die von ihnen beobachtet werden. Die
sexuelle Beziehung zwischen Julien und Tara beginnt für mich während der Jagd
im Bayou. Diese Szene spielt auf einer eher sinnlichen als körperlichen Ebene,
da Julien sich um Taras Bedürfnisse kümmert, statt um seine eigenen. Allgemein
lässt sich sagen, dass bei diese Beziehung von Anfang an mehr erwartet wurde
als bloß Sex. Beide gingen sich gegenseitig unter die Haut und wollten den
jeweils anderen besser kennenlernen, obwohl das nicht so einfach wie erwartet
war. Die sonstigen sexuellen Handlungen innerhalb des Buches werden wesentlich
offener und weniger zärtlich beschrieben. Bei diesen Handlungen standen
Leidenschaft und Begehren in einem ganz anderen Kontext, als bei der Beziehung
der Hauptpersonen. Jegliche Sexszenen werden detailliert, aber auch sehr feurig
und leidenschaftlich dargestellt.
Fazit:
Mir hat sowohl die
Liebesgeschichte innerhalb des Buches gefallen als auch der kriminelle Touch
dahinter. Die Liebesszenen waren sowohl
heiß als auch hemmungslos. Ebenso wie die beiden Protagonisten. Besonders Tara
habe ich ins Herz geschlossen. Ein toller Start einer sehr vielversprechenden Reihe.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Zitat:
„Glaub nie wieder, dass ich nicht weiß, was ich will… Oder
besser: wen ich will.“ – Julien Cavanaugh


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